Ein Lebenslauf in Deutschland ist eine Tabelle. Neueste Station zuerst, Monat und Jahr bei jedem Datum, drei bis fünf kurze Punkte pro Station und höchstens zwei A4-Seiten. Das Foto ist freiwillig, eine Lücke bekommt eine ehrliche Zeile, und die Unterschrift am Ende ist eine Tradition, die du behalten oder weglassen kannst.
Das gilt für alle, die sich bei einem Arbeitgeber in Deutschland bewerben, ob von hier oder aus dem Ausland. Die Hinweise folgen der Bundesagentur für Arbeit. Es sind Gepflogenheiten, kein Gesetz: Keine Vorschrift legt das Format fest, und eine Stellenanzeige kann etwas anderes verlangen. Ist die Anzeige auf Englisch, schickst du einen englischen Lebenslauf im selben deutschen Aufbau. Österreich und die Schweiz sind ähnlich, aber nicht gleich; der Überblick über Lebensläufe in Europa zeigt die Unterschiede.
Wie ist ein Lebenslauf aufgebaut?
Die Bundesagentur beschreibt den Lebenslauf als tabellarisch: eine Zeile pro Station, beginnend mit der jüngsten. Jede Station bekommt Monat und Jahr für Anfang und Ende, darunter drei bis fünf kurze Punkte. Das Ganze bleibt bei höchstens zwei Seiten, in einer gut lesbaren Schrift und einem schlichten Layout. Die Abschnitte folgen meist dieser Reihenfolge:
- Persönliche Angaben
Dein Name und deine Kontaktdaten ganz oben, mit oder ohne Foto. Was sonst noch hierher gehört, klärt der nächste Abschnitt.
- Berufserfahrung
Jede Stelle in einer Zeile: Berufsbezeichnung, Arbeitgeber, Ort, links Monat und Jahr. Darunter drei bis fünf Punkte dazu, was du getan hast und was dabei herauskam.
- Ausbildung
Studium, Ausbildung oder Schulabschluss, mit Einrichtung und Zeitraum, das Neueste zuerst.
- Kenntnisse
Sprachen mit deinem Niveau, die Software, mit der du arbeitest, und ein Führerschein, wenn die Stelle ihn braucht.
Noch eine Regel aus demselben Ratgeber: Schick nicht denselben Lebenslauf an mehrere Arbeitgeber. Stell die Punkte nach vorn, die diese Anzeige beantworten, wie beim Anpassen des Lebenslaufs an eine Stellenanzeige.
Was steht oben im Lebenslauf?
Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail. Der Ratgeber der Bundesagentur nennt außerdem Geburtsdatum und -ort bei den persönlichen Angaben. Angaben zur Familie und zur Staatsangehörigkeit sind freiwillig, und deine Religion spielt nur eine Rolle, wenn der Arbeitgeber danach fragt.
Ob du dein Geburtsdatum angibst, entscheidest du. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt Bewerberinnen und Bewerber davor, nach Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung oder sexueller Identität ausgewählt zu werden, und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes empfiehlt, bei anonymisierten Bewerbungen alles wegzulassen, was darauf hinweist. Drei Dinge streichst oder korrigierst du:
- Die Berufe deiner Eltern. Ältere Lebensläufe nannten sie. Laut Bundesagentur braucht es sie nicht.
- Religion und Angaben zur Familie. Die Religion nur, wenn der Arbeitgeber fragt. Angaben zur Familie sind freiwillig, du kannst sie also weglassen.
- Jahre ohne Monate. „2021–2022“ kann fast zwei Jahre verstecken. Gib bei jedem Datum Monat und Jahr an, wie es die Bundesagentur empfiehlt.
Braucht ein Lebenslauf ein Foto?
Nein. Laut Bundesagentur ist ein Bewerbungsfoto kein Muss mehr, auch wenn viele Branchen noch eins erwarten. Wenn du eins beilegst, gehört es oben in den Lebenslauf oder auf ein Deckblatt. Es sollte aktuell sein und dich so zeigen, wie du zur Arbeit kommst.
Freiwillig ist es wegen desselben Gesetzes. Ein Foto kann mehrere der Merkmale zeigen, die das AGG schützt. Deshalb empfiehlt der Leitfaden der Antidiskriminierungsstelle für Arbeitgeber, bei anonymisierten Bewerbungen vor allem Fotos zu entfernen.
Lass also die Anzeige entscheiden. Verlangt sie eine anonymisierte Bewerbung oder bittet sie ausdrücklich um kein Foto, lässt du es weg. Sagt sie nichts dazu, entscheidest du, und ein Lebenslauf ohne Foto braucht keine Erklärung.
Kein Gesetz verlangt ein Foto. Die Anzeige sagt dir, ob dieser Arbeitgeber eins möchte.
Wie zeigst du Daten und Lücken?
In der Datumsspalte fällt eine Lücke auf. Die Bundesagentur rät, jede Unterbrechung von mehr als zwei Monaten anzugeben und zu sagen, was du in der Zeit gemacht hast: Elternzeit, Pflege von Angehörigen, Weiterbildung, Reisen, ein Freiwilligendienst. Offen damit umzugehen zählt mehr als die Lücke selbst, und im Gespräch kannst du mehr erzählen.
- 2021 – 2022 · Marketing-Koordinatorin, Northbay Foods, Hamburg
- 2023 – heute · Marketing-Managerin, Lindgrove Media, Berlin
- 10/2022 – 06/2023 · Auszeit: Pflege eines Familienmitglieds, daneben ein Abendkurs in Datenanalyse.
Romy fragt: Hast du den Abendkurs mit einem Zertifikat abgeschlossen? Dann trag es unter Ausbildung ein.
Eine kurze Pause zwischen zwei Stellen, ein paar Wochen Kündigungsfrist oder ein Umzug, braucht nichts. Ist eine längere Auszeit Neuland für dich, zeigt Wiedereinstieg nach einer Pause, wie du sie darstellst.
Unterschreibst du den Lebenslauf noch?
Traditionell endet ein Lebenslauf mit Ort, Datum und Unterschrift: „Berlin, 29.10.2026“ über deinem handschriftlichen Namen. Laut Bundesagentur ist die Unterschrift nicht unbedingt notwendig, sie kann aber zeigen, dass diese Fassung aktuell ist. Wenn du unterschreibst, nimm das Datum des Tages, an dem du ihn verschickst.
Auch der Versand ist geregelt. Per E-Mail wandelst du jedes Dokument in ein PDF um und führst alles zu einer Datei zusammen: Anschreiben, Lebenslauf, dann Zeugnisse. Ein Bewerbungsportal will die Dokumente meist einzeln. Der kostenlose ATS-Check zeigt, wie ein Parser dein PDF liest, und das Anschreiben dazu hat seine eigenen Regeln, von der Betreffzeile bis zum Gruß; mehr dazu in einem Anschreiben, das mit Belegen überzeugt.
- Neueste Station zuerst, mit Monat und Jahr bei jedem Datum.
- Höchstens zwei A4-Seiten, drei bis fünf Punkte pro Station.
- Name und Kontaktdaten oben; Berufe der Eltern, Religion und Angaben zur Familie weggelassen.
- Ein Foto nur, wenn die Anzeige nicht darum bittet, es wegzulassen.
- Jede Lücke von mehr als zwei Monaten in einer Zeile benannt.
- In der Sprache der Anzeige geschrieben und als PDF verschickt.
Richte deinen Lebenslauf für Deutschland ein
Wähle die Vorlage Zeitleiste, gemacht für Deutschland, Österreich und die Schweiz, mit den Daten in einer eigenen Spalte. Im Tab Design sagt dir Mehr Layout, ob für den Markt deines Lebenslaufs ein Foto erwartet wird, und fügt eine Unterschriftszeile hinzu; Auf zwei Seiten bringen strafft einen Lebenslauf, der zu lang wird. Du bewirbst dich auf Englisch? Dupliziere deinen Master-Lebenslauf und lass Romy die Kopie übersetzen.
- Vorlage: Zeitleiste, die Daten in einer eigenen SpalteVorlage
- Foto: für den Markt dieses Lebenslaufs erwartetDesign
- Unterschriftszeile: Ort, heutiges Datum und Platz zum UnterschreibenAbschluss
- Den Lebenslauf auf zwei Seiten gebrachtLayout
Kostenlos: 50 Credits jeden Monat, plus 100 Willkommens-Credits, die nie verfallen.