Das Anschreiben ist ein förmlicher Brief auf einer Seite. Oben deine Daten, darunter die des Arbeitgebers, rechts Ort und Datum, dann ein Betreff mit der Stelle, die Anrede, ein paar kurze Absätze und „Mit freundlichen Grüßen“ mit deinem Namen. Der Aufbau, den die meisten dafür kennen, stammt aus einer Norm: der DIN 5008.
Das gilt für jede Bewerbung bei einem Arbeitgeber in Deutschland, auf Deutsch oder auf Englisch. Was du schreibst, zählt mehr als wo es steht; darum geht es im Anschreiben, das mit Belegen überzeugt. Hier geht es um die Form drumherum, die Personaler sofort sehen. Österreich ist ähnlich: Das Arbeitsmarktservice AMS beschreibt fast denselben Aufbau.
Was ist die DIN 5008, und musst du dich daran halten?
Die DIN 5008 ist die deutsche Norm für das Schreiben und Gestalten von Dokumenten. DIN Media, der Verlag für Normen, schreibt, dass sie Regeln für Briefe, E-Mails und Bewerbungen festlegt und eine Empfehlung ist, keine gesetzliche Vorgabe. Die aktuelle Fassung ist von 2020.
Wegen eines Millimeters wird dich niemand ablehnen. Der Aufbau ist aber so vertraut, dass ein Brief, der ihn übergeht, fremd wirkt, und das Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit zur Bewerbung gestaltet seine Vorlage „nach DIN 5008“. Dasselbe Merkblatt und das AMS halten das Anschreiben auf einer Seite.
Was steht im Briefkopf?
Laut dem Ratgeber der Bundesagentur zum Anschreiben beginnt jedes Anschreiben mit deinen Kontaktdaten und denen des Arbeitgebers. Das Merkblatt ordnet sie so, von oben nach unten:
- Deine Daten
Links oben: Vor- und Nachname, Straße und Hausnummer, Postleitzahl und Ort, dann die Telefonnummer, unter der du erreichbar bist.
- Ort und Datum
Rechts oben, mit dem heutigen Datum: „Berlin, 31.10.2026“ oder „Berlin, 31. Oktober 2026“.
- Der Arbeitgeber
Der vollständige Firmenname genau wie in der Stellenanzeige, dann die Ansprechperson, Straße oder Postfach, Postleitzahl und Ort. Kein „z. Hd.“ vor dem Namen: Laut Merkblatt wird es nicht mehr geschrieben.
- Der Betreff
Unter der Anschrift, vor der Anrede. Was drinsteht, kommt im nächsten Abschnitt.
Wie formulierst du den Betreff?
Er sagt, auf welche Stelle du dich bewirbst, mit dem Titel aus der Stellenanzeige: So rät es die Bundesagentur, und das AMS ergänzt, dass er kurz sein soll. „Bewerbung als Projektmanagerin“ ist schon ein ganzer Betreff. Schreibst du auf Englisch, leistet „Application for Project Manager“ dasselbe.
Der Betreff ist der Titel der Stelle, kein Satz darüber.
Wie beginnst und beendest du das Anschreiben?
Die Anrede nennt eine Person, wenn du kannst: „Sehr geehrte Frau Dr. Schmidt,“ mit dem Titel so, wie sie ihn führt. „Sehr geehrte Damen und Herren,“ ist üblich, wenn du keinen Namen findest, wirkt laut Bundesagentur aber immer ein wenig unpersönlich. Über drei Dinge stolpern viele, die zum ersten Mal auf Deutsch schreiben:
- Ein Großbuchstabe nach dem Komma. Nach dem Komma der Anrede folgt eine Leerzeile, und es geht klein weiter, außer das erste Wort ist ein Substantiv, wie das Merkblatt zeigt.
- „Hiermit bewerbe ich mich …“ Die Bundesagentur rät davon ab, so zu beginnen: Die ersten Zeilen sollen Interesse wecken.
- Ein Gehaltswunsch, nach dem niemand gefragt hat. Laut Merkblatt nennst du dein Gehalt nur, wenn die Stellenanzeige danach fragt, und deinen möglichen Eintrittstermin.
Trenne die Absätze durch eine Leerzeile und schließe mit einem kurzen Satz, der um ein Gespräch bittet. Dann eine Leerzeile, „Mit freundlichen Grüßen“ und dein Vor- und Nachname mit Unterschrift. Auf Papier unterschreibst du von Hand. Das Merkblatt setzt das Wort „Anlagen“ unter die Unterschrift, ohne Doppelpunkt und ohne jedes Dokument aufzuzählen.
Was ändert sich bei einer Bewerbung per E-Mail?
Der Brief bleibt gleich, nur das Papier fällt weg. Die Bundesagentur rät, deine Unterschrift einzuscannen und in die Datei einzufügen. Für eine E-Mail-Bewerbung empfiehlt sie, die Unterlagen als PDF zu speichern und zu einer Datei zusammenzufügen, das Anschreiben zuerst, dann der Lebenslauf; ein Bewerbungsportal will meist jedes Dokument einzeln. Für den Lebenslauf danach gelten eigene Regeln, siehe Lebenslauf schreiben.
- Eine Seite: deine Daten, die des Arbeitgebers, Ort und Datum, Betreff, Text, Grußformel.
- Der Firmenname genau wie in der Anzeige, und kein „z. Hd.“
- Ein Betreff mit dem Titel der Stelle aus der Anzeige.
- Eine Anrede mit Namen, wenn du die Person findest, und klein weiter nach dem Komma.
- Ein Einstieg, der nicht „Hiermit bewerbe ich mich“ lautet, und ein Gehalt nur auf Nachfrage.
- „Mit freundlichen Grüßen“, dein Name und deine Unterschrift.
Lass Romy das Anschreiben für Deutschland setzen
Öffne bei einer deutschsprachigen Stellenanzeige den Tab Anschreiben der Bewerbung. Romy schreibt das Anschreiben auf Deutsch, beginnt mit einem Betreff, der die Stelle nennt, dann die Anrede, und schließt mit „Mit freundlichen Grüßen“ und deinem Namen; bei einer Stelle in der Schweiz schreibt sie ss statt ß und schließt mit „Freundliche Grüsse“. Im Tab Design setzt das Design Schlicht ein deutsches Anschreiben mit dem Briefkopf nach DIN 5008: deine Anschrift, darunter die des Arbeitgebers, rechts Ort und Datum. Unter Briefkopf bearbeiten trägst du die Ansprechperson bei Adressiert an ein und die Adresse des Unternehmens.
- Betreff: Bewerbung als ProjektmanagerinBetreff
- Deine Anschrift, die des Arbeitgebers, Ort und DatumBriefkopf
- Adressiert an: Frau Dr. SchmidtBriefkopf
- Grußformel: Mit freundlichen GrüßenSchluss
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